Alte Heimat, neue Heimat: Kreisarchiv SM gewährt besondere Einblicke

Wann? Samstag, 14.11.2026, 10 – 18 Uhr

Wo? Kreisarchiv Schmalkalden-Meiningen

Was bedeutet Heimat? Was bleibt, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen, und wie
entsteht an einem neuen Ort ein Gefühl von Zugehörigkeit? Diesen Fragen widmet sich das
Kreisarchiv Schmalkalden-Meiningen am Samstag, 14. November 2026. Unter dem Motto
„Alte Heimat – neue Heimat“ erwartet die Besucherinnen und Besucher von 10 bis 18 Uhr ein
Programm mit wissenschaftlichen Einblicken, persönlichen Erinnerungen und Führungen
durch die Magazinräume des Archivs.

Den Auftakt bildet um 10:30 Uhr ein Vortrag von Dr. Anke Geier, wissenschaftliche
Mitarbeiterin beim Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie
beleuchtet die Zwangsaussiedlungen im Kreis Meiningen und stellt neue wissenschaftliche
Erkenntnisse zu diesem Kapitel der DDR-Geschichte vor. Die Zwangsaussiedlungen
bedeuteten für die betroffenen Menschen einen tiefen Einschnitt in ihr Leben und rissen sie
aus ihrer vertrauten Umgebung.

Am Nachmittag steht die Geschichte der Russlanddeutschen im Mittelpunkt. Um 14 Uhr
berichtet Anna Wormsbecher aus ihrer persönlichen Familiengeschichte. Im Anschluss ist
Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch. Viele Russlanddeutsche fanden auch im Landkreis
Schmalkalden-Meiningen eine neue Heimat. Ihre Erfahrungen zeigen, wie eng Herkunft,
Erinnerung und das Ankommen an einem neuen Ort miteinander verbunden sind.

Blick hinter die Kulissen des Kreisarchivs

Neben den Vorträgen haben Interessierte die Möglichkeit, bei Führungen die Magazinräume
des Kreisarchivs kennenzulernen. Um 12:30 Uhr und um 16:45 Uhr öffnen sich die Türen zu
den Beständen, in denen Urkunden, Fotografien und Dokumente die Geschichte der Region
bewahren. Die Führungen bieten einen Einblick in die Arbeit des Archivs und zeigen, wie
historische Zeugnisse für kommende Generationen erhalten werden.

Die Idee für diese Veranstaltung entstand in Vorbereitung auf den „Tag der Archive“ im März,
der nun gewissermaßen nachträglich gefeiert werden soll. Das Programm am 14. November
richtet sich nunmehr an alle, die sich für die Geschichte des Landkreises, die Aufarbeitung der
DDR-Vergangenheit und die Lebensgeschichten von Menschen interessieren, die ihre Heimat
verlassen mussten oder an einem neuen Ort Wurzeln geschlagen haben.

Programm am 14. November 2026
10:00 Uhr: Beginn der Veranstaltung
10:30 Uhr: Vortrag von Dr. Anke Geier „Zwangsaussiedlung im Kreis Meiningen“
12:30 Uhr: Führung durch die Magazinräume
14:00 Uhr: Vortrag von Anna Wormsbecher „Die Russlanddeutschen“ mit anschließender
Gesprächsrunde
16:45 Uhr: Führung durch die Magazinräume
18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei. Da die Platzkapazitäten begrenzt sind, wird um
vorherige Anmeldung gebeten. Ansprechpartner ist Kreisarchivar Tom Pleiner (Telefon:
03693/485-2630).

Foto: Symbolbild

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