Thüringen gegen den Bundestrend: Weniger Firmenpleiten im Freistaat

Während bundesweit die Zahl der Firmenpleiten steigt, zeigt sich Thüringens Wirtschaft bislang widerstandsfähiger: Im ersten Halbjahr 2026 sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Freistaat deutlich. Doch der Rückgang ist kein Grund zur Entwarnung – vor allem Bau, Handel und Industrie bleiben im Blick.

Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bundesweit weiter steigt, zeigt sich in Thüringen bislang ein anderes Bild. Im ersten Halbjahr 2026 sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Freistaat um 15,4 Prozent auf 143 Fälle. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 169 Verfahren. Das geht aus aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamtes für Statistik hervor.

Die betroffenen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags noch 1.693 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf rund 74,6 Millionen Euro.

Besonders häufig betroffen waren Unternehmen aus dem Handel einschließlich der Kfz-Branche mit 25 Fällen sowie dem Baugewerbe mit 22 Fällen. Im verarbeitenden Gewerbe wurden 16 Unternehmensinsolvenzen registriert.

Bundesweit entwickelte sich die Lage zuletzt anders: Im Juli 2026 stieg die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8 Prozent auf 2.373 Fälle. Von Januar bis Juli lag das Plus bei 6,9 Prozent.

Foto: MKD [thüringen]

Quellen: Statistisches Bundesamt, Thüringer Landesamt f. Statistik

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